Arzneimittel in der Schwangerschaft

Arzneimittel in der Schwangerschaft

Eine unserer größten Herausforderungen bei der täglichen Beratung in der Apotheke ist das Thema Arzneimittel in der Schwangerschaft. Studien zur sichern Anwendung mit werdenden Müttern werden selbstverständlich aus ethischen Gründen nicht gemacht. Sofern Daten vorhanden sind, stammen sie zumeist aus Tierversuchen oder jahrzentelangen Anwendungsbeobachtungen, wie zum Beispiel beim Paracetamol, das aufgrund von Datenerhebungen aus der Anwendung bei Schwangeren als Mittel gegen Fieber und Schmerzen eingesetzt werden kann. Selbst wenn Tierversuche keinen Hinweis auf Fruchtschädigungen ergeben haben, findet sich bei den meisten freiverkäuflichen Medikamenten der Hinweis, die Anwendung solle besser nicht oder nur nach sorgfältiger Nutzen-/Risikoabwägung erfolgen. Eine rechtlich sehr schwierige und unbefriedigende Situation die dazu führt, dass man oftmals keine konkrete Empfehlung abgeben kann. Zum Teil wider besseren Wissens, eigener Erfahrungen oder des gesunden Menschenverstandes.

Eine sehr hilfreiche Einrichtung ist das Online-Beratungs- und Informationsportal des Pharmakovigilanz- und Beratungszentrums für Embryonaltoxikologie der Charité-Universitätsmedizin, Berlin. Unter dem Link www.embrytox.de können sich Rat suchende Apotheker und Ärzte über zahlreiche Medikamente und Wirkstoffe informieren. Das Onlineangebot steht auch Laien frei zur Verfügung. Es sollte dann allerdings nur zur Orientierung dienen und keinesfalls zu eigenmächtigen Entscheidungen ohne Rücksprache mit einem behandelnden Arzt  führen! Für eine persönliche Beratung steht auf der Seite ein Onlinefragebogen zur Verfügung.

Nicht nur bei bestehenden Schwangerschaften, sondern auch im Vorfeld bei der Schwangerschaftsplanung ergeben sich häufig Fragen über Arzneimittel in der Schwangerschaft. Vor allem dann, wenn Patientinnen aufgrund chronischer Erkrankungen dauerhaft ein oder mehrere Medikamente einnehmen müssen. Auch hier hilft ein Blick in die Datenbank um zu sehen, ob unter der gegebenen Medikation eine Schwangerschaft möglich sein kann.

Im Zweifel gilt für jede Schwangerschaft, nehmt Medikamente bitte nur, wenn absolut nötig, nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker und hütet Euch vor unsicheren Informationsquellen im Internet. Auch Pflanzen können das Ungeborene schädigen. Zum Beispiel Buccoblätter, die man bei Harnwegsinfekten einsetzen kann.

Andreas

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